Home > Informationen > Rundreise 1999

Flugbuchung.com - Flüge buchen mit Preisgarantie!
  
     Bericht der Chile-Rundreise 1999

Reisezeitraum:
10. November bis 8. Dezember 1999 (29Tage)
 
1. Tag

Abflug Frankfurt / Main 20:45 Uhr
 

2. Tag

Ankunft in Santiago de Chile um 14:10 Ortszeit
Aufgrund der drei Zwischenstops in Amsterdam, Sao Paulo und Buenos Aires dauerte der Flug nach Santiago ca. 23 Stunden. 
 

3. Tag

Stadtrundgang
Vom Hotel war es ein Fußweg von ca. 15 Minuten in das Zentrum von Santiago, wo sich der zentrale Platz, die Plaza de Armas befindet. Auf diesem sehr sehenswerten Platz fanden zu dieser Zeit leider größere Bauarbeiten statt, so dass nicht der komplette Platz begehbar war. In der Fußgängerzone herrschte bei hochsommerlichen Temperaturen geschäftiges Treiben. Vom Stadtteil Bellavista aus führt eine Standseilbahn hinauf auf den Cerro San Cristobal, die höchste Erhebung Santiagos. Von hier kann man einen einmaligen Ausblick über einen Großteil der Stadt mit den Anden im Hintergrund genießen, sofern dies der Smog zulässt, der deutlich über der Stadt zu sehen ist. Auch die zweithöchste Erhebung Santiagos, der Cerro Santa Lucia bietet eine gute Aussicht auf die Stadt. Sehenswert ist auch der einzige noch in Betrieb befindliche Bahnhof Santiagos, die Estacion Central. Hier ist es besonders lebhaft, wenn die Berufspendler unterwegs sind. Der größte Teil des öffentlichen Nahverkehrs wird allerdings mit Bussen abgewickelt, von denen es 10.000 Stück in der Stadt geben soll.
 

4. Tag

Inlandsflug von Santiago nach Arica (12:40 - 14:10 Uhr)
Die Inlandsflüge im Rahmen des "Visit-Chile-Tickets" wurden von Ladeco, der Partnergesellschaft von Lan Chile durchgeführt. Beim Zwischenstop in Iquique kamen bereits erste Zweifel, ob es eine gute Idee war, den großen Norden Chiles zu besuchen. Außer der Stadt war aus der Luft nur Wasser und Wüste zu sehen. Beim Landeanflug fühlte man sich fast wie bei der Mondlandung. Ein ähnliches Bild lieferte schließlich auch Arica. Die aufgekommen Zweifel verflogen erst allmählich nach der Ankunft in der Stadt, nachdem wir noch einige Kilometer mit dem Taxi durch die Wüste gefahren sind. Die Stadt machte den Eindruck einer Oase in der Wüste. Im Hotel angekommen, buchten wir gleich für den nächsten Tag einen Ausflug in den nahe gelegenen Lauca-Nationalpark. Am Abend besuchten wir noch die belebte Fußgängerzone Aricas.
 

Flugverbindungen Lan Chile
5. Tag

Ausflug zum Lauca-Nationalpark
Früh morgens warteten wir vor dem Hotel auf den angekündigten Ausflugsbus. Als ein moderner Mercedes 9-Sitzer vorfuhr und wir gerade einsteigen wollten, sagte man uns, dass wir für diesen Bus nicht gebucht waren. Stattdessen kam wenige Minuten später ein Gefährt, das schon einige hunderttausend Kilometer in den Anden hinter sich haben musste und innen genauso viel Dreck und Staub aufwies wie außen. Glücklicherweise lief noch innerhalb der Stadtgrenzen die Kühlflüssigkeit aus, so dass auf dem Stützpunkt des "Unternehmens" (Baracke mit angegliedertem Sperrmülllager) das Fahrzeug gewechselt werden musste. Nachdem dieses von Unrat befreit wurde konnte mit über einstündiger Verspätung die Fahrt losgehen. Die Landschaftseindrücke auf dieser von 0 auf 4600 Höhenmeter führenden Fahrt durch die Anden in Richtung Bolivien entschädigten aber für die anfänglichen Schwierigkeiten. Am angeblich höchstgelegensten See der Welt bot sich ein herrlicher Blick auf zwei Vulkankegel, die eine Höhe von über 6000 Meter haben. Die extreme Höhe machte sich jedoch durch Kurzatmigkeit und leichte Kopfschmerzen bemerkbar, zumal diese Höhe vom Meeresniveau aus innerhalb eines halben Tages erreicht wurde. Wer Schwierigkeiten mit der Höhenkrankheit hat, sollte auf jeden Fall zwei Tage für den Ausflug einplanen und in Putre auf 3500 Meter Höhe übernachten.
 

6. Tag

Stadtbesichtigung und Strandbesuch
Mit dem Taxi fuhren wir auf den Morro de Arica, einen 260 m hohen Felsen nahe dem Ortszentrum. Dort bot sich ein herrlicher Blick über die Stadt. Anschließend fuhren wir ebenfalls mit dem Taxi in das 12 km außerhalb liegende Museo Arqueológico San Miguel de Azapa, in dem Ausgrabungen aus dem Azapa-Tal zu sehen sind. Die wichtigsten Ausstellungsstücke sind die Chinchorro-Mumien, die auf ein Alter von ca. 7800 Jahre geschätzt werden.
Am Nachmittag besuchten wir den Sandstrand in Arica. Trotz der recht hohen Lufttemperaturen bietet sich der Pazifik nicht unbedingt zum Baden an, da das Wasser aufgrund des kalten Humboldtstromes recht kalt ist.
 

7. Tag

Busfahrt von Arica nach Antofagasta
In einem modernen Nachtreisebus fuhren wir durch die Wüste von Arica nach Antofagasta, nachdem wir uns den Tag über noch in Arica aufgehalten hatten. Unterweg fand (mitten in der Nacht) eine Zollkontrolle statt, bei der das gesamte Gepäck aus dem Bus ausgeladen werden musste. Grund dafür ist dar Status Aricas als Freihafen, an dem Bolivien und Peru Sonderrechte genießen.
 

8. Tag

Stadtbesichtigung Antofagasta
Antofagasta liegt langgestreckt vor den steil aufragenden Anden an der Pazifikküste. Die ärmeren Stadtviertel ziehen sich bis in die Berghänge hinein, wodurch sich ein beeindruckendes Stadtbild ergibt. Sehenswert ist der Fischereihafen mit dem Fischmarkt, wo die frisch gefangenen Fische unter die Leute gebracht werden. Dass dort allerdings westeuropäische Hygienevorschriften beachtete werden, ist zweifelhaft.
 

9. Tag

Mietwagenfahrt zu La Portada
Mit einem Chevrolet Pickup fuhren wir zum 16 km nördlich von Antofagasta gelegenen Felsentor La Portada.  Die Steilküste, die hier aus Muschelkalk besteht wurde zu dieser einzigartigen Formation ausgewaschen, die das Wahrzeichen von Antofagasta ist. Weiter fuhren wir durch die Wüste in Richtung Norden, rechts die aufsteigenden Anden und links der Pazifik. Man glaubt kaum, wie abwechslungsreich die Wüstenlandschaft sein kann - hinter jeder Strassenbiegung zeigte sich die Landschaft von einer anderen beeindruckenden Seite. Abseits jeder Zivilisation kamen wir an einer kleinen Arbeitersiedlung vorbei, die zu einer Mine gehörte. Der Bergbau zählt in dieser Region zu einer der wichtigsten Industrien, und ist wohl einer der wenigen Gründe, warum hier Siedlungen entstanden.
 

10. Tag

Inlandsflug von Antofagasta nach Santiago (12:10 bis 14:00 Uhr)
Auf dem Weg in Richtung Süden mussten wir noch einmal einen Zwischenstop in Santiago einlegen, da Direktflüge nicht angeboten werden. 
 

11. Tag

Aufenthalt Santiago
Da wir zu Beginn der Reise nur wenig Zeit in Santiago verbracht haben, nutzten wir diesen Zwischenstop, um die Hauptstadt Chiles etwas näher zu erkunden. Etwas gewöhnungsbedürftig für unsere Verhältnisse sind die zahlreichen Cafés in der Innenstadt Santiagos (u.a. Café Caribe, Café Haiti). 95 % der Gäste sind Männer, die sich den Kaffee von jungen Damen in Miniröcken an Stehtheken servieren lassen. Da gerade Wochenende war, nutzten wir auch die Gelegenheit, um das Nachtleben in Santiago etwas näher kennenzulernen. Dies kann man besonders gut im Stadtteil Bellavista tun, wo auch viele Einheimische den Abend bzw. die Nacht verbringen.
 

12. Tag

Aufenthalt Santiago
 

13. Tag

Inlandsflug von Santiago nach Punta Arenas (11:00 bis 15:10 Uhr)
Vom sommerlich warmen Santiago ging es per Flugzeug in den deutlich kühleren "Großen Süden". Nach den hohen Temperaturen im Norden war dies aber sehr angenehm. Auf der Busfahrt vom Flughafen nach Punta Arenas entschlossen wir uns, direkt nach der Ankunft nach Puerto Natales weiterzufahren, nachdem wir erfuhren, dass es dort einen Anschlussbus gab. Nach etwa einer Stunde Aufenthalt in Punta Arenas ging es weiter. Die asphaltierte Strasse hörte schon bald auf und es ging über unendliche Schotterstrassen durch Südpatagonien in Richtung Puerto Natales. Die raue Landschaft beeindruckte durch ihre Weite und der patagonische Wind tat sein Übriges dazu, diesem Landstrich seine typische Note zu geben. Puerto Natales ist ein kleiner verschlafener Ort, der eigentlich nur durch die Touristen zum Leben erweckt wird, die aber meist in den Nationalpark Torres del Paine weiterreisen. Sonst hat der Ort recht wenig zu bieten.
  

14. Tag

Ausflug in den Nationalpark Torres del Paine
In unserer Unterkunft hatten wir bereits am Vortag einen Ausflug per Bus in den Nationalpark Torres del Paine gebucht. Sehr früh am Morgen wurden wir abgeholt und die Fahrt konnte beginnen. Wiederum über Schotterpisten ging es in den Nationalpark. Bis zur Endstation der Busfahrt im Zentrum des Nationalparks gab es zwei Zwischenstops. Beim ersten Stop am Eingang in den Park musste das Eintrittsgeld (6.500 $) entrichtet werden. Aufgrund unserer Unkenntnis des Fahrplans und unzureichender Spanischkenntnisse stellten wir aus einiger Entfernung fest, dass sich unser Bus auf die Weiterfahrt begab. Sofort machten wir einen offenbar beim Park angestellten Einheimischen auf diese Tatsache - halb mit Englisch und halb mit Zeichensprache - aufmerksam. Dieser zeigte sich äußerst hilfreich und veranstaltete mit seinem Kleinbus eine rasante  Verfolgungsjagd durch den Park. Nach etwa 10 Minuten erreichten wir unseren Bus und setzten die Fahrt planmäßig fort. Der Ausflug in den Park war landschaftlich äußerst reizvoll, aber zu kurz. Wenn man den Park richtig kennenlernen will, kommt man um einen mehrtägigen Besuch mit Übernachtungen im Park nicht herum. Man muss sich jedoch auf schnell ändernde Wetterbedingungen einstellen.
 

15. Tag

Bootsfahrt zum Gletscher Serrano
An unserem zweiten Tag in Puerto Natales fuhren wir über den Seno Ultimo Espernazo (Fjord der letzten Hoffnung) zum Serrano-Gletscher.  Vorbei ging es an einer Kormorankolonie und einer von Seehunden bewohnten Höhle tief in den Fjord hinein. Nachdem wir den Balmaceda-Gletscher passiert hatten legte das Schiff am Ende des Fjordes an. In etwa 30 Minuten Fußweg konnte man den Serranoglestscher erreichen, an dessen Fuß wir einen kurzen Aufenthalt hatten. Anschließend ging die Fahrt zurück über den Fjord, von wo man noch einmal einen Blick auf das in der Ferne gelegene Paine-Massiv hatte.
 

16. Tag

Busfahrt zurück nach Punta Arenas
Mit dem Bus fuhren wir zurück nach Punta Arenas, wo wir noch einmal die Gelegenheit hatten, die Stadt kennenzulernen. Je mehr wir von dieser Stadt sahen, um so mehr wurden die ursprünglichen Vorstellungen von der südlichsten Kontinentalstadt der Welt positiv übertroffen, da die Stadt lebhafter war, als vermutet.
 

17. Tag

Überfahrt nach Feuerland
Den letzten Tag im großen Süden Chiles nutzten wir zu einer Überfahrt nach Feuerland. Auf einer äußerlich nicht sehr vertrauenswürdigen Fähre setzten wir in 3 Stunden über die Magellanstraße nach Porvenir in Feuerland über. Bei Porvenir handelt es sich um eine Kleinstadt mit ca. 5000 Einwohnern, von denen jedoch auf der Straße fast niemand zu sehen war. Der Ort machte einen eher ausgestorbenen Eindruck. Bei den kühlen Temperaturen und dem dauernden Wind würde jedoch auch ich mich dort eher im Haus aufhalten. Nachdem wir in einem sehr guten Lokal zu Mittag gegessen hatten, machten wir einen  Stadtrundgang, bevor es mit der Fähre wieder zurück nach Punta Arenas ging. Mit dem Bus zum fast in Sichtweite befindlichen Hafen benötigten wir fast eine Stunde, da jeder Fahrgast zu Hause abgeholt wurde. Der Busfahrer wartete eher 5 Minuten vor dem Haus eines Fahrgastes, als ohne ihn weiterzufahren - in Deutschland undenkbar. Durch diesen Umstand kamen wir aber noch zu einer kostengünstigen Stadtrundfahrt.
 

18. Tag

Inlandsflug von Punta Arenas nach Puerto Montt
Mit einem weiteren Inlandsflug verließen wir den kühlen und windigen Süden Chiles und kamen in einen Landstrich mit gemäßigterem Klima. Die Temperaturen waren zwar etwas höher, doch am Ankuftstag hat man außer Regen nicht sehr viel gesehen. Statistisch gesehen ist dieses Gebiet im "kleinen Süden" das regenreichste in Chile. Trotz des schlechten Wetters machten wir noch einen kurzen Stadtrundgang. Das erste, das auf dem Weg in Richtung Hafen auffällt sind riesige Halden von Holzchips. Im Halbstundentakt kommen LKWs mit Nachschub. Hier wird der chilenische Regenwald in geschredderter Form zu Zellulosefabriken in Asien verschifft. Vorbei an den Hafenanlagen geht es nach Angelmó. Die Avenida Angelmó ist gesäumt mit Kunsthandwerksständen, die trotz des schlechten Wetters recht gut besucht waren. 
 

19. Tag

Mietwagenfahrt zum Vulkan Osorno
An diesem Tag hatten wir geplant, einen Wagen zu mieten, um die Gegend zu erkunden. Doch wie es im Urlaub oft der Fall ist, haben wir etwas den Überblick über die Wochentage verloren, und stellten am Morgen fest, dass es Sonntag war. Nachdem wir bei zwei internationalen Autovermietungen vor verschlossenen Türen standen, fanden wir im Zentrum einen einheimischen Autovermieter, der geöffnet hatte. Um keinen Tag zu verlieren, entschlossen wir uns, das Risiko in Kauf zu nehmen, und mieteten dort trotz größerer Sprachschwierigkeiten einen Wagen. Die Fahrt führte uns zum nahegelegenen Vulkan Osorno. Bei mittlerweile fast wolkenlosem Himmel fuhren wir durch eine wunderschöne grüne Landschaft, die wir nach den Tagen im kargen Patagonien richtig genießen konnten. Unendlich viele Seen laden dazu ein, Halt zu machen und die Aussicht zu genießen. Leider hüllte sich der Osorno fast den ganzen Tag in Wolken, und zeigte nur einmal seine vollständige perfekte Kegelform.
 

20. Tag

Mietwagenfahrt
Am zweiten Tage unseres Aufenthaltes in Puerto Montt fuhren wir mit dem Mietwagen in Richtung des Nationalparks "Parque Nacional Alerce Andino". Leider wussten wir nicht, dass ein Großteil der Strecke aus Baustellen bestand, und der Zustand der Straße auch nach Verlassen des Baustellenbereichs eher noch schlechter wurde. So musste unser Toyota einiges über sich ergehen lassen. Interessant war der Ausflug aber vor allem, weil wir uns in ein Gebiet begaben, das einen sehr ursprünglichen Charakter hatte. Wenn man durch die kleinen Dörfer fuhr, konnte man das "echte" Leben dort erahnen.
 

21. Tag

Busfahrt von Puerto Montt nach Temuco
Mit einem modernen Reisebus fuhren wir von Puerto Montt nach Temuco, der Hauptstadt der IX. Region La Araucaría. Je weiter wir nach Norden kamen, umso höher wurden auch wieder die Temperaturen, auch mit Regen hatten wir hier keine Probleme mehr. 
 

22. Tag

Stadtbesichtigung Temuco
Bei bestem Wetter machten wir einen Rundgang durch das Zentrum Temucos, das sich wie in fast jeder im Kolonialstil gebauten Stadt um einen zentralen Platz - die Plaza de Armas - erstreckte. Architektonisch ungewöhnlich ist die Kathedrale, deren Glockenturm gleichzeitig ein Bürogebäude ist. Diesmal bemühten wir uns frühzeitig um einen Mietwagen für den nächsten Tag und buchten einen fabrikneuen Opel Corsa, der dort unter der Marke Chevrolet geführt wird. 
 

23. Tag

Zweitägige Mietwagenfahrt nach Lonquimai
Mit dem nagelneuen Corsa machten wir uns auf den Weg zu einer zweitägigen Rundfahrt (ca. 350 km) in Richtung Anden. Diese Tour ist sehr gut im Reiseführer "Reise Know-How Chile - Osterinsel" beschrieben. Obwohl der Reiseführer einen normalen PKW als ausreichend ansieht, wäre ein etwas geländegängigeres Fahrzeug von Vorteil gewesen. Besonders die Bodenfreiheit des Corsa war oftmals unzureichend. Der erste Teil der Strecke ließ sich sehr gut fahren, da dort offenbar erst vor Kurzem ein Asphaltbelag aufgebracht wurde. Hier hätte laut Reiseführer noch eine Schotterstraße sein müssen. Mit dieser machten wir bei einem Abstecher auf den Vulkan Lonquimai bekanntschaft. Durch wundervolle Araukarienwälder führte die steinige Piste hinauf an den Fuß des Vulkankegels, wo sich die Umgebung schlagartig in eine trostlose, schwarze Aschewüste wandelte, und man sich fast wie auf den Mond versetzt fühlte. Die Hitze machte sich hier besonders bemerkbar, da hier keinerlei Vegetation Schatten spendete und der dunkle Boden die Wärme reflektierte. Nach diesem einmaligen Erlebnis fuhren wir weiter in den Ort Lonquimai, ein verschlafenes kleines Nest, wo man sich als Tourist schon etwas fehl am Platz vorkommt. Es war jedoch kein Problem, hier ein Zimmer zu bekommen.
 

Reise Know-How "Chile - Osterinsel
Günther Wessel

Bestellung bei amazon.de

24. Tag

Zweiter Tag der Rundfahrt
An diesem Tag setzten wir unsere Rundfahrt fort. Nachdem wir am ersten Tag noch von der neu asphaltierten Straße verwöhnt wurden, kamen wir schon bald zu größeren Baustellen, wo der Ausbau der Straße fortgesetzt wurde. Nachdem wir diese passiert hatten, hatten wir für den Rest der Tour fast nur noch Schotterstraßen. Die Fahrt durch das Stammgebiet der Mapuche-Indianer war äußerst eindrucksvoll. Das häufigste Transportmittel der Einheimischen hier sind Ochsenkarren. Die Zeit ist hier offenbar irgendwann stehengeblieben. Von Weitem war schon der Vulkan Llaima zu sehen, dessen wunderschönen rauchenden Vulkankegel wir später noch aus einer besseren Perspektive beobachten konnten. Eine Fahrt zum Krater war aber leider nicht möglich, da der Nationalpark wegen der Gefahr eines Ausbruchs zu dieser Zeit gesperrt war. 
 

25. Tag

Fahrt an den Pazifik
Am letzten Tag unseres Aufenthaltes in Temuco fuhren wir mit dem Mietwagen in Richtung Westen ca. 80 km an die Pazifik-Küste. Hier gab es zwar einen schönen ruhigen Strand, zum Baden war es aber bei Weitem zu kühl und zu windig. Auf dem Rückweg wurden wir von vier Carabineros angehalten. Wir vermuteten, dass es sich wieder einmal um eine der in Chile zahlreichen Straßenkontrollen handelte. Nach einigen Erklärungsversuchen eines Carabineros in Spanisch stellte sich aber heraus, dass einer von Ihnen eine Fahrgelegenheit nach Temuco suchte. Wir stellten uns jedoch weiterhin unwissend, bis der Polizist es schließlich aufgab. Wer hat schon Lust, 80 km mit einem Carabinero auf dem Rücksitz in einem total verdreckten Mietwagen zurückzulegen! Als wir am Abend den Wagen abgaben, war wegen des Staubes von der Originalfarbe nicht mehr viel zu sehen (außen und innen). Schade um den neuen Corsa.
 

26. Tag

Busfahrt von Temuco nach Santiago
Am letzten Tag in Temuco genossen wir das gute Wetter und entspannten uns von der doch anstrengenden Tour, bevor es mit dem Bus zurück nach Santiago ging.
 

27. Tag

Aufenthalt Santiago
Nach vier Wochen "auf Achse" hatten wir an diesem Tag keine festen Programmpunkte mehr. Auch aufgrund der Hitze (über 30 Grad) machten wir uns noch einmal einen geruhsamen Tag in Santiago.
 

28. Tag

Rückflug von Santiago 15:55 Uhr
Mit dem Taxi fuhren wir zum Flughafen von Santiago und verließen mit vielen neuen Eindrücken nach vier Wochen ein faszinierendes Land.
 

29. Tag

Ankunft in Frankfurt 15:10
 

 

Leider sind vier Wochen für Chile viel zu wenig. Einiges konnte man nur ansatzweise sehen, vieles auch gar nicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass es richtig war, ganz Chile von Norden nach Süden zu bereisen, da jeder Landstrich seine ganz eigene Ausstrahlung hat, und man nur so einen abgerundeten Eindruck von diesem faszinierenden Land erhalten kann. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit, die bestehenden Lücken noch zu schließen.

 

Zurück Seitenanfang